Ach du meine Güte…

In einer Online-Community, in der ich schon seit dem Jahre 2006 unterwegs bin und früher richtig viel aktiv war, habe ich heute mal mein dort sehr umfangreiches Fotoarchiv durchgesucht.

Meistens sind das Bilder, die das Thema der Community betreffen (also von Events, Treffen usw), aber ich habe auch einige Bilder aus den allerersten Anfangstagen meiner Fotografie (quasi also meine ersten Gehversuche) gefunden.

Erste Anfänge 2009 / Zeche ZollvereinDas war eine Zeit in der ich noch Konzerte fotografierte, die wir besuchten oder irgendwelche Locations (klarer Vorteil aus heutiger Sicht: die sind zuverlässig immer da) und ich habe mir dabei heute gedacht, ich zeig einfach mal ein paar Bilder davon, was mich damals fotografisch so angetrieben hat.

Das war damals noch eine Zeit, in der ich nur meine damalige Freundin hatte um ein paar Portrait-Fotos zu machen… sowas wie heute mit Homepage und Bewerberschwemme und Wartelisten (usw.)  gab es damals für noch lange nicht und nie hätte ich gedacht, dass es einmal so kommen wird. Da wäre ich quasi jede Wette eingegangen.

Mit solchen Bildern wie hier aus der Zeche Zollverein und dem Landschaftspark Duisburg begann ich damals um das Jahr 2008 zuerst mit einer kleinen Taschenkamera von Sanyo… technisch Lichtjahre entfernt von dem, was ich heute nutze. 🙂 Diese Kamera habe ich zuletzt bei Auktionen im Internet gesehen, die mit dem Mindestgebot von Euro 1,- beendet wurden.

Erste Anfänge 2009 / Landschaftspark DuisburgEs muss dann wohl Ende 2009 gewesen sein, als ich dann eine erste kleine Spiegelreflex-Kamera hatte. Diese Kamera war schon damals (aus damaliger Sicht) uralt und sowieso deutlich mit Gebrauchsspuren übersäht (weil gebraucht bei einer Auktion) gekauft, aber für ihre Zwecke und für mich für den Anfang absolut ausreichend.

Die Kamera habe ich übrigens heute noch und manchmal nehme ich sie sogar noch mit (allerdings nur als dritte Kamera im Koffer).

Ich habe im Laufe der Jahre immer wieder in Forenbeiträgen und Blogs gelesen, wie sehr es viele fortgeschrittene Fotografen bedauern, damals genau diesen Typ von Kamera verkauft zu haben, als sie der Meinung waren, sie nicht mehr zu benötigen…. und wie sie sich später das „gute alte Ding“ doch wieder zurücksehnten und teilweise sich sogar wieder anschafften. Das hat mich immer davon abgehalten dieses liebenswerte alte Schrottding zu verkaufen.

Erste Anfänge 2009 / Landschaftspark DuisburgHeute ist es schon fast eine Zumutung damit noch zu fotografieren. Lieber noch verwende ich eine alte Analog-Kamera mit noch richtigem Fotofilm aus dem Jahr 1952 (die ich ebenfalls besitze – defekt gekauft und selbst wieder in Gang gesetzt). Die alte kleine Digital-Kamera hat aber unbestreitbar ihren Charme im Bildergebnis… und so nehme ich sie trotz des Briefmarken-großen Displays und der echt nicht mehr üblichen technischen Daten auch heute noch ab und zu in die Hand.

Und wenn ihr die bisherigen Bilder betrachtet, mehr ihr so langsam wahrscheinlich (wenn ihr es nicht schon mal irgendwo früher als Erklärung auf dieser Homepage gelesen habt), wieso der Künstlername „Allsvartur“ („Tiefschwarz“ oder „tiefes Schwarz“) lautet… meine Fotos waren damals allgemein recht dunkel gehalten, was auch für die ganz wenigen Portraitaufnahmen galt, die ich damals eher Schnappschuss-artig anstatt geplant aufgenommen habe. Diese Aufnahmen zeige ich hier aber zum Schutz der Personen, die damals so gnädig waren, sich vor meine Kamera zu stellen, nicht.

Erste Anfänge 2010 / Schmetterlingshaus Maxipark HammNatürlich entstanden auch mal farbige Aufnahmen – aber eigentlich nur, wenn es auch Sinn machte.

Ein schönes Beispiel war im Schmetterlingshaus im Maxi-Park in Hamm (gleich bei mir um die Ecke) dieses Insekt, das seine Job-Beschreibung nicht sonderlich ernst zu nehmen schien und sich offensichtlich sehr sicher fühlte oder prinzipiell nicht zu tun gedachte, was ihm zu tun auferlegt war. Von einem „Meister der Tarnung“ war bei diesem Exemplar jedenfalls wenig zu spüren. 🙂

Übrigens habe ich bei einem ersten Portrait-Shooting-Versuch im Schmetterlingshaus auch bemerkt, dass es echt nicht so einfach ist dort zu fotografieren…

Im Schmetterlingshaus herrschen tropische Klimaverhältnisse. Bei kaltem Außenwetter muss die Ausrüstung erstmal 20 Minuten akklimatisieren, damit nicht ständig die Feuchtigkeit auf dem Objektiv beschlägt… und wenn das alles soweit ist, sieht das Model mit Haut und Haaren schon nach wenigen Minuten aus, als hätte sie einen 42km Marathonlauf hinter sich, denn bei diesem Klima hält einfach keine Frisur und erst recht kein Makeup. Ich glaube, das war seit damals auch der kürzeste Portrait-Shooting-Versuch, den ich jemals veranstaltet habe (abgesehen von den Terminen der letzten 2-3 Jahre, bei denen ich ein Model direkt wieder nach Hause schickte, weil das Auftreten einfach unmöglich und nicht gemäß Absprache war).

Erste Anfänge 2010 / Konzert auf Schloss BurgBei Events oder Konzerten fotografierte ich natürlich auch mal (und das meist in Farbe)… im Gegensatz zu heute, denn Konzerte und Events fotografiere ich eigentlich überhaupt nicht mehr. Inzwischen (so höre ich von manchen Fotografen) sind die Veranstalter und Managements auch ziemlich zickig geworden, was die Bedingungen für Fotografen angeht. So habe ich von Konzerten gehört, in denen schon gar keine Fotografen (auch nicht von der Fachpresse) mehr erlaubt waren und bei anderen Konzerten durfte nur in den ersten 180 Sekunden fotografiert werden (wenn der Sangeskünstler noch frisch und munter aussieht)… irgendwie verstehe ich das nicht… wenn schon Live, dann darf man das doch auch ruhig mal sehen.

Die Konzertfotografie ist also wirklich kein Genre, in das ich mich heute sicher nicht mehr irgendwie vertiefen möchte.

Heute höre ich diese Musik (auf die das Bild hindeutet) auch gar nicht mehr. Selbst damals war das nur absolutes Spartenprogramm für mich und eigentlich nur begleitend zu meiner Tätigkeit als Betreiber eines Web-Radios (so ganz offiziell mit GEMA- und GVL-Lizenz)… etwas das heute niemals mehr möglich wäre, weil der Job und die Fotografie einfach viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem arbeitete meine damalige Freundin sehr aktiv in verschiedenen Projekten von mir mit, was mir damals auch eine große Hilfe und Unterstützung war.

Erste Anfänge 2012 / Natur und sowasTja und dann kommen natürlich noch die Bilder von der Art, um die man irgendwie nie herumkommt, wenn man sich mit der Fotografie zu beschäftigen beginnt. OK, dazu gehören eigentlich auch schon die Fotos vom Anfang, aber irgendwie meine ich, dass ich bei vielen Fotografen schon gesehen habe, dass Natur/Nebel/Sonnenauf- und untergänge einfach auch zur persönlichen Entwicklung gehören – selbst wenn man sich später völlig anderen Themen zuwendet (so wie ich das auch getan habe).

Dementsprechend kann ich aus früheren Jahren natürlich auch solche Bilder vorweisen, wie zum Beispiel auch das monochrome Titelbild zu diesem Beitrag, das (soweit ich das nachvollziehen kann) circa 2011-2012 entstanden sein muss.  🙂

Erste Anfänge 2012 / Natur und sowasUnd spätestens ab 2012 ging es dann bei mir mit den ersten Foto-Workshops und infolge dessen (nach einem speziellen Portrait-Workshop) auch mit den ersten Portrait-Shootings los. Danach habe ich ziemlich schnell eigentlich nur noch in Ausnahmefällen auch mal etwas anderes fotografiert und mich sonst ganz auf die People-Fotografie gestürzt.

Sicher, ab und zu mache ich auch noch mal was anderes (zum Beispiel Schilf im Herbst mit Sonnenuntergang oder Schneeglöckchen in März usw) und das braucht man auch einfach ab und zu damit man auch mal mit dem Kopf wieder auf neue Gedanken kommt. Aber es sind und bleiben eben doch Ausnahmen bis heute (hier mal ein Beitrag als Beispiel, das nicht ganz so alt ist).

Soweit mal der Ausflug in längst vergangene fotografische Zeiten.

Besser ich lese mir den Beitrag nicht noch einmal durch, sonst fange ich noch an das eine oder andere Foto doch wieder aus dem Blog zu löschen….

In diesem Sinne, liebe Grüße von eurem
Oliver von Allsvartur.de

Allsvartur

People – Fotograf mit kostenlosen Shootings in Hamm