logo-mini
Making of Fotoshooting in Hamm mit Allsvartur.de

Das war 2018

Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht und Wahnsinn (merke ich am Ende dieses Jahres) wie viel Zeit ich früher in fruchtlose Aktivitäten gesteckt habe … 2018 war definitiv ein Jahr der diversen Einschnitte und das aber im durchweg positiven Sinne, weshalb ich dieses auch unbedingt in 2019 so fortführen möchte.

Vergleich Anzahl Fotoaufnahmen bis 2018Schon wenn man sich die Anzahl meiner Aufnahmen im Jahr 2018 im Vergleich zu den Jahren davor anschaut, merkt man, dass ich dieses Jahr deutlich weniger Fotoshootings gemacht habe, als in den Jahren zuvor. Bedenkt man, dass ich seit Februar auch noch eine Katze beheimate und eine große Anzahl der Aufnahmen ihr galt, kann man sich ausrechnen, dass die tatsächlich bei Model-Fotoshootings erzeugte Bildmenge nochmal deutlich geringer ist, als der Gesamtwert für 2018.

Auch an der Anzahl der Model-Meinungen aus dem Jahr 2018 kann man deutlich ablesen, dass ich mich wesentlich seltener mit Models beschäftigt habe, als in den Jahren zuvor, denn soweit ich mich erinnere habe ich von allen meinen Models, mit denen ich im Jahr 2018 ein offizielles Fotoshooting zur Veröffentlichung unternommen habe, auch eine Beurteilung erhalten. Ein paar ganz wenige Test- und Vorstellungsshootings kamen hinzu, aber die kann man an zwei oder drei Fingern abzählen.

Die Gründe für den starken Rückgang waren nicht immer welche, die ich selbst unter Kontrolle hatte. Die verschiedenen An- und Herausforderungen in meinem eigentlichen Hauptjob (mit der Fotografie verdiene ich bekanntermaßen keinen Cent, da ich ausschließlich kostenlos arbeite und auch die Aufnahmen nicht gegen Geld verwerte) sind in den letzten zwölf Monaten derart gestiegen, wie in keinem der zehn Jahre zuvor (ähnliches berichtete auch mein Stundenkonto immer wieder) und meine Krankheitstage lagen auch sehr deutlich über dem Schnitt der letzten Jahre. Das ist alles OK und noch im Rahmen und seit diesem Jahr steht mir auch ein engagierter Stellvertreter zur Seite (der mir bereits sehr viele Aufgaben abnimmt), aber dennoch ist es eben der wichtigste Grund, weshalb ich über Jahr gesehen viel weniger Zeit für fotografische Sachen hatte, denn mein Job muss einfach meine Priorität Nummer 1 sein und bleiben.

Andere Gründe hatte ich besser unter Kontrolle und hier sind hauptsächlich zwei Gründe zu nennen. Der erste und zweifelsfrei süßeste Grund ist Paula, meine kleine Schnuffelkatze, die seit März 2018 bei mir wohnt und der ich viel Zeit und Aufmerksamkeit schenke. Vor allem über den Sommer und unter der Woche, wenn Abends vielleicht noch genügend Licht und Zeit für ein Fotoshooting nach der Arbeit gewesen wäre, ging so manche Stunde lieber für Paula drauf, als dass ich mit Fotoapparat und Model irgendwo durch die Landschaft gezogen wäre. Als verschwendete Zeit empfinde ich das aber beim besten Willen nicht, im Gegenteil. Die Ruhe und Ausgeglichenheit und die Freude, die ich mit und durch Paula habe, ist für mich das bestmögliche Entspannungsprogramm nach einem anstrengendem Arbeitstag. Ich glaube, jeder Katzen- oder Hundebesitzer wird mir da zustimmen. Davon abgesehen sind viele, viele, viele Fotos mit Paula entstanden. 🙂

Der zweite (durchaus unter meiner Kontrolle stehende) Grund für die sehr geringe Anzahl an Fotoshootings ist, dass ich mich sehr wohl fühle auf dem Weg, den ich bereits im Februar 2018 in meinem Blog angekündigt habe. Ich will weniger machen, dafür aber nur noch das, womit ich mich 100% wohl fühle und zwar in jeder Hinsicht. Das fängt bei der Auswahl der Models an, geht weiter über das Shootingthema, die passende Location, das Outfit des Models und dem Umfang der Aufnahmen und endet letztlich bei der Auswahl und Bearbeitung der Fotos. Ich shoote nur noch, was nach meiner Überzeugung 100% passt, verzichte lieber auf halb-ausgegorene Sachen und löse Verbindungen auf, die nicht zufriedenstellen sind.

Das hat in der Hauptsache Models betroffenen, von denen ich schlicht viel zu lange nichts mehr gehört habe und von denen es weder eine Meldung zu einer Ausschreibung gab und die auch nicht mehr mit meinen Beiträgen interagiert haben. Die haben in meiner Kartei dann nach längerer Zeit einfach keine Existenzberechtigung mehr und werden dementsprechend gelöscht. Aber auch mit durchaus aktiven Models habe ich in diesem Jahr ähnlich verfahren, wenn ich den Eindruck hatte, dass eine beiderseits zufriedenstellende Zusammenarbeit nicht möglich ist.
Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn mir ein Model für ein lange für Sonntag geplantes Shooting erst am Abend vorher mitteilt, dass sie Samstag auf Sonntag in einem Club arbeitet und daher am Sonntag vor 7-8 Uhr noch nicht einmal im Bett ist … das ist doch ein wenig spät für so eine Ankündigung und Samstagabends finde ich für den Sonntagmittag auch keinen Ersatz mehr. Macht keinen Sinn solche Kandidatinnen in der Kartei zu halten, damit sie anderen Models sinnlos die Möglichkeit für Termine blockieren.
Aber auch wenn ich mich als Fotograf nicht geschätzt fühlte, sehe ich es nicht (mehr) ein, wieso ich dann diesem Model weiter Zeit für Termine zugesehen soll, wenn so viele andere Models bisher vergeblich auf einen Termin hoffen. Beispielsweise hatte ich wirklich tolle Fotoshootings mit einem Model, alles super. Die Frage, ob sie auch Interesse an Aufnahmen im Bereich Bademode/Unterwäsche hätte wurde aber verneint, soweit auch alles super, weil das dann wenigstens geklärt ist. Wenn ich aber dann in den kommenden Monaten bemerke, dass das Model dann fast nur noch exakt solche Fotos (Unterwäsche, Bademode) veröffentlicht, wie ich es eigentlich vorhatte, sie diese dann aber aber danach mit einem anderen Fotografen macht, dann habe ich auch da echt kein Interesse mehr Zeit für Projekte mit diesem Model zu investieren, weil ich mich schlicht und ergreifend auf den Arm genommen fühle.
Als dritte Gruppe sind noch die Models zu nennen, bei denen ich zu lange auf konkrete Antworten warte. Wenn ich schon einen meiner (selten gewordenen) Termine oder Shooting-Vorhaben anbiete, dann erwarte ich doch, dass bei einem ernsthaft interessierten Model auch die abgesprochene Antwort (meist Outfit-Vorschläge oder ein Foto mit einem aktuellen Status der Haare oder der Tattoos) innerhalb angemessener Zeit zurückkommt. Wenn ich für so eine Sache, die in 5 (fünf) Minuten zu erledigen wäre, dann Wochen oder gar Monate mit allen möglichen Ausflüchten warten muss, zeigt mir das nur, dass ich mir besser ein anderes Model für dieses Vorhaben suche, denn 5 Minuten Zeit hat man in einem Zeitraum mehrerer Wochen. Auch deshalb flogen einige Models aus der Kartei und werde in diesen Tagen auch noch weitere Models aus der Kartei fliegen.

Kurz und gut: womit ich nicht glücklich bin, mache ich nicht mehr. Ich hab lieber 50 Models, mit denen ich vorbehaltlos glücklich und vertrauensvoll zusammenarbeite, als (aktuell noch eingetragene) 411 Models, wenn ich bei einigen davon Frust schiebe. Dementsprechend ist das Aussortieren nach wie vor ein ständiger Vorgang, da auch immer wieder neue Bewerbungen eintreffen.

Dabei ist mir klar, dass auch ich nicht unbeteiligt an mancher Entwicklung bin: ich habe Verständnis dafür, dass ein Model, das über ein Jahr auf einen Termin wartet, durchaus mal das Interesse an einem Shooting verliert. Das ist doch ganz klar. Aber ich kann mein Leben eben nicht dadurch bestreiten, indem ich 24h kostenlose Shootings anbiete. Ich entgegne jedem Model, dass kein Interesse mehr hat mit ruhigem Verständnis, aber es sollte mir dies dann auch einfach mal mitteilen und dann wäre die Sache reibungsloser vom Tisch, als mich wochenlang auf Antwort warten zu lassen, denn damit blockiert man auch anderen Models (die noch Interesse haben) solange ihre Möglichkeit an diesem Projekt teilzunehmen.

Die Fotoshootings, die ich in diesem Jahr als offizielle Fotoshootings unternommen habe, waren dafür wirklich alle zu 100% so richtig, richtig toll. Tolle Menschen, tolle Atmosphäre, tolle Zusammenarbeit und tolle Ergebnisse – besser kann ich mir es einfach nicht wünschen und selbst wenn ich 2019 nur ein einziges Fotoshooting machen würde, wäre ich dennoch zufrieden, wenn es so harmonisch und angenehm laufen würde, wie das bei meinen Fotoshootings im Jahr 2018 war.

Deshalb möchte ich ein ganz, ganz dickes Dankeschön an alle meine 2018er Models und auch deren Begleitpersonen (soweit welche anwesend waren) senden. Gleiches gilt natürlich auch für meine Assistentinnen und Models für meine Test-Fotoshootings (von denen jeweils keine Aufnahmen veröffentlicht werden, weil ich diese nur zum Test bzw. zu Übungszwecken erstellt habe). Ihr ward speziell im sehr hektischen Jahr 2018 echte Lichtpunkte in meinem Alltag und ich erinnere mich gerne an die Stunden mit euch zurück.

Ein Punkt macht mir ganz besonders ein schlechtes Gewissen. Eigentlich habe ich letzten Frühling bereits angekündigt 2018 eine Aktion zu machen, indem ich meine Fotografie einsetze um ein wenig Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Dazu kam es leider nicht, weil (wie bereits beschrieben) das Jahr viel hektischer wurde, als ich es gedacht hätte. Beruflich bin ich an einem Projekt beteiligt, dass noch mindestens bis Mitte 2020 sehr viel Aufmerksam fordern wird. Daher bin ich vorsichtig damit, für dieses Jahr die Umsetzung zu versprechen. Aber zumindest soviel kann ich versichern: die Sache ist nicht vergessen und wird von mir angegangen, sobald ich dazu Gelegenheit habe – aber ob das dieses Jahr sein wird, will ich lieber nicht versprechen.

Zuletzt möchte ich noch eine Frage beantworten, die mir in den letzten Tagen gleich mehrfach gestellt wurde – und zwar die, nach meinem Lieblingsbild. In den letzten Jahren habe ich auch mal das beste Bild durch eine Internet-Wahl bestimmen lassen. Aufgrund der seit Mai geltenden veränderten Rechtslage möchte ich das auf keinen Fall mehr so machen, weil mir der Aufwand (auch zur rechtlichen Absicherung) für diesen einmaligen Anlass einfach unverhältnismäßig erscheint.
Im letzten Jahr habe ich selbst einfach mal verkündet, welches für mich persönlich mein liebstes Foto des Jahres war – weil hinter diesem Foto eine durchaus bedenkenswerte Geschichte stand. Die Aufnahme war von mir nämlich zunächst gar nicht beachtet und auch nicht bearbeitet worden. Erst Monate nach dem Shooting entdeckte ich diese Aufnahme wirklich und fand sie absolut toll, was doch bemerkenswert untypisch für ein Lieblingsfoto ist.
Für das Jahr 2018 muss ich nun sagen, fällt es mir sehr schwer mir auf ein Lieblingsfoto festzulegen. Das mag vielleicht unlogisch klingen, weil ich doch viel weniger Aufnahmen gemacht habe… aber letztlich ist genau das der Grund, denn die paar wenigen Aufnahmen, die ich daraus veröffentlicht habe, liegen mir deshalb umso mehr am Herzen und daher ist die Entscheidung doch schwieriger … Seit Weihnachten trage ich nun schon die Überlegung mit mir herum, welche Aufnahme(n) mir am liebsten sind und ich komme immer wieder zu dem gleichen Ergebnis: ich kann mich einfach nicht entscheiden.
Aus jedem einzelnen Fotoshooting sind Aufnahmen vorhanden, die mir einfach super gefallen und die ich an dieser Stelle nicht zugunsten anderer Aufnahmen zurückstellen will. Deshalb zeige ich euch heute auf eine Zusammenstellung von Aufnahmen in chronologischer Reihenfolge, statt einem einzelnen Foto:

Model: Helen / Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Helen / Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

 

Model: Christina / SW Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Christina / SW Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

 

Model: Gina / Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Gina / Boho Fashion Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

 

Model: Luu / Sommer Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Luu / Sommer Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

 

Model: Lucia / Herbst Fotoshooting Lünen / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Lucia / Herbst Fotoshooting Lünen / Fotograf: Allsvartur.de

 

Model: Jacky / Fetisch Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Jacky / Fetisch Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

 

Model: Tabea / Newcomer Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Tabea / Newcomer Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

 

Model: Anna / Lolita Fashion Fotoshooting Nordkirchen / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Anna / Lolita Fashion Fotoshooting Nordkirchen / Fotograf: Allsvartur.de

 

Model: Celine / Freizügiges Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Celine / Freizügiges Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

 

Model: Nymphaea / Gothic Witch Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Model: Nymphaea / Gothic Witch Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Ihr merkt schon, wie vor vielen Monaten bereits in Aussicht gestellt, gehen meine Arbeiten zunehmend in schwarz/weiß über. Nun, das lag 2018 aber eben auch daran, dass der Sommer teilweise so dermaßen heiß war, dass an ein vernünftiges Fotoshooting kaum zu denken war und daher ist der Anteil farbiger Sommerfotos ohnehin geringer als „normal“. Dennoch bleibe ich dabei, wenn ich die Wahl habe zwischen Monochrom und Farbe, werde ich mich immer eher für Monochrom entscheiden.

So, bleibt noch der Ausblick auf das begonnene Jahr 2019 … Monochrom ist Trumpf, wie eben schon gesagt. Desweiteren möchte ich noch etwas mehr in die düstere Richtung (durchaus auch Horror) gehen und habe dafür Dank einer exakt zur richtigen Zeit eingetroffenen Anfrage auch schon die Weichen gestellt. Als zweite Richtung möchte ich den Bereich der Freizügigen Aufnahmen noch etwas ausbauen und bin speziell dazu ausdrücklich dankbar, wenn Models mich dazu aktiv anschreiben und mir ihr Interesse daran mitteilen, denn das erleichtert mich die Suche nach einem dafür geeigneten Model enorm.

Wie es mit der Zeit für Fotoshootings aussieht, weiß ich noch nicht. Ich rechne damit, dass ich spätestens zum Herbst/Winter 2019 beruflich wieder extrem eingebunden sein werde und hoffe, dass ich zumindest in der Zeit davor etwas Ruhe habe. Wenn dann das Wetter noch mitspielt – soll heißen, dass es nicht wieder dauerhaft so übelst heiß wird – dann bin ich nicht ohne Hoffnung, dass es wieder mehr Fotoshootings werden.

An meine Models geht der übliche Ansporn: seid ruhig pro-aktiv und meldet euch auch von euch aus mal bei mir. Schickt mir ein Foto, wenn sich bei euch optisch was verändert hat (Haare, Farbe, Tattoos usw) oder wenn ihr eine besondere (legale) Location entdeckt oder ein besonderes Outfit zur Verfügung habt … Fragen kostet nichts und wenn ich Interesse habe, ist so ein Fotoshooting ggf. auch sehr schnell und spontan auf den Weg gebracht.

Und damit beende ich meine Retrospektive zu 2018, verzichte darauf Korrektur zu lesen und widme mich stattdessen wieder meiner gerade ziemlich eindringlich agierenden Katze, die ich schon seit einer Viertelstunde regelmäßig von meinem Bildschirm wegtragen muss, vor den sie sich ganz bewusst aufbaut, um mir damit klar zu machen, dass ich sie seit mindestens 30 Minuten nicht mehr ausführlich gekuschelt habe…

Liebe Grüße und ein gesundes und gutes Jahr 2019 von eurem
Oliver von Allsvartur.de

P.S: Es wird vielleicht manchem Leser auffallen, dass ich ein Thema zum Jahr 2018 kaum erwähnt habe: die DSGVO. Auch diese hat merkliche Eindrücke in diesem Jahr hinterlassen und zwar für mich nicht nur in der Fotografie (denn ich betrieb früher mehrere Webseiten) und das auch derart, dass ich darüber kein weiteres Wort mehr verlieren will. Punkt. 🙂

Models der Making-Of-Fotos: Tabea (Titelbild), Gina (im grünen Wald), Anna (im herbstlichen Park)