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Was braucht ein Model?

Viel wichtiger als eventuell bereits vorhandene Erfahrungen als Model (die man als Anfänger nicht haben kann) oder die angeblich „perfekten“ Maße ist es deshalb die richtige Einstellung zum Modeln zu haben, denn egal wie toll Du aussiehst: wenn dir die richtige Einstellung fehlt, wird es mit dem modeln auch nicht funktionieren.

Deshalb solltest Du dich mit den folgenden Eigenschaften und Verhaltensweisen anfreunden können:

Das richtige Ziel verfolgen

Den größten Denkfehler, den man als Anfänger-Model machen kann, ist, dass man so einfach und schnell und ohne viel Aufwand an ein paar schöne kostenlose Bilder kommen könnte, weil da ein Kerl ist, der nichts besseres zu tun hat als kostenlos Fotos zu machen und zu verschenken.

Mit so einer Einstellung schafft man es bei einem guten Fotografen i.d.R. nicht einmal bis zum ersten Fototermin oder der Fotograf bricht das Fotoshooting ganz schnell wieder ab.

Engagement

Das beginnt damit, dass der Fotograf erkennt, dass Du wirklich an einem Model-Job interessiert bist und das nicht nur ein kurzer Spleen von dir ist, weil Netflix gerade nicht lädt und Du dich 10 Minuten ablenken musst und dann mal eben schnelle eine Email an einen Fotografen schreibst.

Du bist und bleibst bei der Sache und hast den Wunsch gemeinsam mit dem Fotografen an einem erfolgreichen Fotoshooting zu arbeiten und dich aktiv einzubringen – das heißt zum Beispiel auch Zeit dafür zu opfern und dich gut vorzubereiten.

Zuverlässigkeit

Deine Kommunikation sollte immer zeitnah und zielorientiert sein.

„Zeitnah“ heißt, man muss dich nicht jeden Tag daran erinnern zu antworten. Absprachen, die in der Vorbereitung eines Fotoshootings getroffen werden, werden von dir zuverlässig eingehalten.

Die Angaben zu deiner Person sind verlässlich und Du bemühst dich ernsthaft um Mitarbeit, indem Du Fototermine nicht kurzfristig absagst, nur weil man dich spontan auf eine nette Party eingeladen hat oder weil Du nicht daran gedacht hast, dass deine Tante an dem Tag Geburtstag hat.

Pünktlichkeit

Du erscheinst nicht nur pünktlich zum Termin, sondern vor allem ohne Hektik, weil Du dir vorher genug Zeit gegeben hast dich in Ruhe vorzubereiten und auf den Weg zu machen.

Gestresst ankommende Models sind für ein Shooting kaum zu gebrauchen.

Gleiches gilt für Models, die nur zwei Stunden Schlaf hatten, weil sie in der Nacht zu vor bis zum Sonnenaufgang mit ihren Freundinnen die Nacht durchgefeiert haben.

Mut

Für alles, was Du bisher an notwendigen Eigenschaften gelesen hast, ist Mut notwendig. Mut hast Du schon bewiesen als Du dich getraut hast einen Fotografen anzuschreiben. Mut hast Du auch bewiesen, wenn Du dich auf ein anspruchsvolles Shooting-Thema eingelassen hast.

Wenn Du dann beim Shooting bist, dann ist dir völlig klar, dass es jetzt erst Recht wichtig ist Mut zu zeigen und Hemmungen zu überwinden – damit der Mut, den Du bisher schon aufgebracht hast, nicht vergeblich war. Du weißt: mutige Models haben mit Sicherheit am Ende die besseren Aufnahmen als gehemmte, zurückhaltende und überschüchterne Models.

Mutig sein heißt aber nicht leichtsinnig sein! Was dir zu gefährlich vorkommt, was Du definitiv nicht machen möchtest und wovor Du berechtigt Angst hast bleibt immer ein absolutes No-Go.

Vertrauen

Das Verhältnis zwischen Fotograf und Model ist etwas Besonderes. Nur wenig Menschen, die nicht mit dir verwandt oder in einer Beziehung mit dir sind, kommen dir auf so persönliche Weise nahe. Dazu benötigt man Vertrauen um sich auf so etwas einzulassen.

Am Anfang herrscht immer eine gewisse Fremdheit, das ist eine ganz natürliche Schutzfunktion. Für ein gutes Shooting und für weitere Fototermine ist es aber gerade auch in der emotionalen Fotografie notwendig, dass sich ein Gefühl des gegenseitigen Vertrauens bildet.

Ich lade zum zum Beispiel immer nur die Models für weitere Fototermine ein, bei denen ich merke, dass dies der Fall ist.

Offenheit

Du findest deine Brüste zu klein oder zu flach, deine Schenkel zu dick und deinen Hintern zu groß? Du hast an den Armen oder an den Beinen ein paar Narben, die Du lieber nicht zeigen willst?

Das sind alles Dinge, über die Du nicht verlegen schweigen solltest, sondern ganz im Gegenteil: das sind Dinge über die Du besonders offen mit deinem Fotografen reden solltest. Je mehr er weiß, was dir an dir gefällt und was nicht, umso besser kann er auf dich eingehen und ggf. die Shooting-Situation an diese Belange anpassen.

Belastbarkeit

Auf dem Foto sieht es toll aus, wenn das Model im hohen Gras steht, der Wind weht ihr nasses Haar wild durch das Gesicht und drückt ihr samtenes weißes Kleid eng an ihren wohlgeformten Körper …

… aber für das Model war es zum Zeitpunkt der Entstehung der Aufnahme in dem dünnen Kleidchen einfach nur ARSCHKALT und unangenehm windig, die Augen tränten, das Gras zwickte und kitzelte an den Beinen, die Füße waren schon etwas nass und ein paar Meter daneben stehen (nicht auf dem Bild zu sehen) ein paar Fußgänger die dumm herüberglotzen und dem Model das Gefühl geben beobachtet zu werden und nach dem Shooting darf man nicht vergessen die Beine nach Zecken abzusuchen … GENAU SO fühlt sich das Model zum Zeitpunkt auf der Aufnahme wirklich, aber das ist später auf dem Foto nicht zu sehen.

Mit solchen Situationen kommst Du zurecht und verlierst dennoch nicht die Lust am Fotoshooting, weil Du dich auf die späteren Ergebnisse freust und dafür jetzt eben einmal die Zähne zusammenbeißt. Das ist Belastbarkeit und absolut unverzichtbar. Primadonnen und Prinzessinnen sind hier an der völlig falschen Adresse.

Selbstüberwindung

Wie sich eine Pose anfühlt und wie sie nachher auf dem Bild wirkt, das sind zwei grundsätzlich unterschiedliche Dinge. Dein eigenes Körpergefühl ist dir dabei oftmals eher im Weg.

Schau dir die Fotomodels auf vielen erfolgreichen Mode-Label-Seiten an und versuche ihre Körperhaltung vor dem Spiegel nachzumachen. Du wirst sehen und vor allem SPÜREN, dass diese Posen sich total komisch anfühlen, obwohl sie gut (stylish, extrovertiert, nobel, überlegen, emotional) aussehen. Du weißt, dass es als Model dein Job ist, dich ernsthaft und mit Engagement auf die Anweisungen einzulassen, die dir vom Fotografen gegeben werden. Kleine Zweifel und die eigene Unsicherheit sollten dich nicht daran hindern alles zu geben.

Bleib für Anweisungen offen und lasse dich direkt danach ggf. mit einem kurzen Blick auf das Display der Kamera überzeugen. Wenn Du eigene Ideen und Anregungen hast, dann besprichst Du diese mit dem Fotografen, damit ihr auch diese Ideen ausprobiert.

Wandlungsfähigkeit

Wir wollen wundervoll natürlich Aufnahmen in Wald und Wiese machen, auf denen Du als hübsches natürliches Mädchen wirken sollst – dann passen Partybänder von Musik-Events aus halb Europa einfach nicht ins Bild.

Daher ist dir klar, dass Du dein Auftreten an die Bild-Situation bzw. an das Shooting-Thema anpassen musst. Wenn mit einem Shooting ein bestimmtes Thema verfolgt werden soll, lässt Du dich auch darauf ein.

Experimentierfreudigkeit

Das bestellte Kleid ist etwas zu klein/groß, die Location muss aufgrund unvorhersehbarer Umstände gewechselt werden, das Wetter spiel nicht so ganz mit oder besondere Umstände vor Ort ermutigen dazu auch mal was anderes zu versuchen als „nur“ das, was eigentlich zum Fotoshooting geplant war.

Nicht immer muss man dann gleich das ganze Shooting über Bord werfen, sondern kann eben auch mit dem, was man hat, experimentieren.

Als gutes Model weißt Du, dass Experimente manchmal phänomenale Ergebnisse liefern … vielleicht nicht jedes Foto, aber einige darunter zumindest.

Geduld

Wie so oft im Leben klappt nicht alles gleich von Anfang an. Das gilt auch für die Fotografie. Es gibt Situationen, bei denen man eine Stunde lang nur an einem einzigen verflixten Foto arbeitet, damit es am Ende dafür aber auch richtig gut aussieht.

Wenn der Fotograf zum neunundzwanzigsten Mal sagt was Du tun sollst, weil Du es seiner Meinung nach noch nicht richtig oder mit der nötigen Intensität machst, dann zeigst Du auch weiterhin Engagement (und wenn dir etwas unklar ist, weil die Anweisungen nicht konkret genug sind, dann fragst Du nach). Manche gute Fotos entstehen spontan, fast schon aus Zufall … manche guten Fotos entstehen aber erst nach viel geduldiger Arbeit.

Auf die Fotos, die in geduldiger Arbeit entstanden sind, wirst Du wesentlich stolzer sein – denn dieses tolle Bild hast Du dir ehrlich „verdient“.

Realistisch sein

Die Wahrscheinlichkeit, dass Du ein weltweit bekanntes Super-Model wirst, ist sehr sehr sehr sehr gering. Wie hart so ein Weg sein kann, selbst wenn man ihn mit aller Mühe verfolgt, das kannst Du zum Beispiel hier in diesem Beitrag von ARTE sehen.

Sei daher ehrlich mit dir selbst und überschätze dich und deine Erwartungen nicht.

Wenn Du dir das alles zutraust

Wenn Du der Überzeugung bist, diesen Anforderungen zu entsprechen bzw. zu lernen diesen entsprechen zu wollen, dann bist Du genau richtig, um dich als Model versuchen zu können und was dann am Ende schon bei einem allerersten Fotoshooting entstehen kann siehst Du hier an ein paar Beispielen …

Model: Milla_1z / Fotoshooting in Hamm / Foto: Allsvartur.de

Model Milla_1z:

„Hey Mädels, wenn ihr einen coolen lustigen Fotografen kennen lernen wollt, der super tolle Bilder macht, dann habt ihr hier den Richtigen. Olli ist ein wirklich super cooler und netter Typ mit dem man viel Spaß haben kann und dazu gehört natürlich auch ganz viel lachen. Ich freu mich schon auf das nächste Fotoshooting und hoffe es dauert nicht allzu lange. Er sucht immer ganz tolle natürliche Kulissen aus und man fühlt sich direkt wohl. Auch für Fragen hat er immer ein offenes Ohr. Er ist ein sehr loyaler netter Mensch, der alles in seinem Leben offen legt, wenn man sich gut mit ihn versteht. Ich mag ihn sehr gerne und shoote sehr gerne mit ihm.“

Model Eileen Exotic:

„Für mich war es das erste Akt-Shooting und ich war am Anfang recht aufgeregt, weil es ein ganz anderes Shooting als sonst war. Dank Oliver’s Witzen und Tipps wie ich zu Posen habe, fühlte ich mich recht schnell wohl und das Shooting verlief super und hat sehr viel Spaß gemacht.“

Model: Eileen Exotic / Teilakt- / Akt Fotoshooting in Hamm / Fotograf: Allsvartur.de
Model: Helen / Fotoshooting Hamm / Fotograf: Allsvartur.de

Model Helen:

„Schön war‘s, wie immer. An diesem Tag war es relativ kalt. Zusätzlich pfiff der Wind noch umher. Diesen nutzten wir allerdings zu unserem Vorteil. So wehten mir die Haare ins Gesicht während ich zwischen den hohen Gräsern und Sträuchern stand. Das Resultat war wie immer super!“ … „Genau dieses Ausprobieren macht mit Olli unheimlich Spaß! Manchmal habe ich nicht genau im Kopf, wie die Bilder werden würden, aber Olli hat einfach den Blick dafür. Die Ideen von uns beiden werden dann immer mehr und mehr.“ … „Olli und ich waren schnell ein gutes Team und das zeigte sich bei diesem Shooting auch wieder. Er fotografiert nicht nur gut, sondern geht auch auf meine Ideen ein. Es funktioniert einfach. Manchmal entstehen auch Fotos, wo man hinterher überlegen muss, welche Location das genau war, weil es bestimmt fotografiert einfach ganz anders aussieht. So sind aus einer oft genutzten Location wirklich gute Fotos entstanden. Es war wie immer super!“

Model Melina Leona:

Ich hatte heute mein erstes Shooting bei Allsvartur.de und auch mein erstes richtiges Shooting insgesamt. Die Stimmung war von Anfang an super locker und so ist es mir nicht schwer gefallen mich auf das Shooting einzulassen. Ich hatte die Möglichkeit, komplett ich selber zu sein ohne mich alleine gelassen zu fühlen. Wir haben viele Locationwechsel vorgenommen, was natürlich viele verschiedene Fotos ermöglicht. Die ganze Zeit wurde ohne Druck und Zwang gearbeitet und ich konnte mir die Zwischenergebnisse immer ansehen. Es hat super viel Spaß gemacht und ich freue mich schon aufs nächste Mal.“

Model: Malina Leona (Allsvartur.de Girl #315) / Streetwear Fotoshooting Hamm / Foto: Allsvartur.de

Hier kannst Du noch viele weitere Model-Meinungen aus verschiedenen Jahren nachlesen:

2013 / 2014  / 2015 / 2016 / 2017 / 2018 / 2019